Smarte Beleuchtung im Altbau nachrüsten: Lösungen für Mietwohnungen
Smarte Beleuchtung in einer Mietwohnung im Altbau nachzurüsten, ohne Wände aufzustemmen oder den Vermieter um Erlaubnis zu bitten, ist einfacher, als viele denken. Der entscheidende Vorteil: Smarte Leuchtmittel mit WLAN oder Zigbee ersetzen einfach die vorhandenen Glühbirnen. Sie passen in E27-, E14- oder GU10-Fassungen, die in Altbauten üblich sind. Steuerung erfolgt per App, Sprachassistent oder Funkschalter, der sich ohne Bohren mit Klebepads an der Wand befestigen lässt. Wer später auszieht, nimmt die Lampen einfach mit und hinterlässt die ursprüngliche Elektrik unverändert.
Für Räume mit Deckenauslass, aber ohne Nullleiter in der Schalterdose, bieten sich smarte Schaltermodule an, die hinter dem bestehenden Lichtschalter Platz finden. Sie benötigen keinen Neutralleiter und funktionieren mit den meisten Wechselschaltungen. Alternativ lassen sich smarte Steckdosenadapter nutzen, um Tischlampen oder Stehlampen einzubinden. Wer sich von innovativen Ideen für die Einrichtung von Smart Homes inspirieren lässt, entdeckt oft Lösungen, die ohne Eingriff in die Bausubstanz auskommen und trotzdem Lichtszenen, Zeitpläne und Anwesenheitssimulation ermöglichen.
Ein häufiges Problem im Altbau sind tiefe Decken und unebene Wände, die Funkwellen dämpfen. Hier hilft ein Mesh-Netzwerk aus mehreren Zigbee-Repeatern, die in smarten Steckdosen oder Lampen integriert sind. Auch der WLAN-Kanal sollte geprüft werden, da dicke Mauern und alte Leitungen die Reichweite reduzieren. Für Flure und Bäder ohne feste Leitung eignen sich batteriebetriebene Lichtschalter oder Bewegungsmelder mit Klebemontage. Diese senden ein Funksignal an die Leuchte und schalten sie ein, sobald jemand den Raum betritt.
Wer ganz ohne Eingriff bleiben möchte, kombiniert smarte Glühbirnen mit einem lokalen Hub, der ohne Cloud auskommt. So bleiben die Daten im eigenen Netzwerk, und die Beleuchtung funktioniert auch bei Internetausfall. Beim Auszug werden die Leuchtmittel durch herkömmliche ersetzt, der Hub wird abgesteckt, und die Wohnung ist im Originalzustand. Mieter sollten jedoch prüfen, ob der Vermieter smarte Schaltermodule hinter vorhandenen Schaltern akzeptiert, denn diese gelten als elektrische Installation. Im Zweifel ist ein klärendes Gespräch vor dem Einbau sinnvoll.