Schlafzimmer für Allergiker: Matratzen, Bettwäsche und Reinigung
Ein erholsamer Schlaf ist für Allergiker oft eine Herausforderung. Milben, Schimmelpilzsporen und Feinstaub sammeln sich besonders gern im Schlafzimmer, weil dort Feuchtigkeit und Wärme über Stunden hinweg konstant bleiben. Wer morgens mit verstopfter Nase oder gereizten Augen aufwacht, sollte deshalb nicht nur die Medikamente, sondern auch die Schlafumgebung überprüfen. Die drei wichtigsten Stellschrauben sind die Matratze, die Bettwäsche und die regelmäßige Reinigung.
Bei der Matratze gilt: Latex oder Kaltschaum sind für Allergiker meist besser geeignet als Federkern, weil sie weniger Hohlräume für Milben bieten und sich leichter abwischen lassen. Ein waschbarer Matratzenbezug, der bei mindestens 60 Grad gereinigt werden kann, ist Pflicht. Wer zusätzlich auf ein trockenes Raumklima achtet, entzieht den Milben die Lebensgrundlage – wie man Allergikerfreundlich einrichten und Hausstaub reduzieren kann, zeigt dieser Ratgeber zu Zeolith-Möbeln und Salzputz. Auch ein Lattenrost aus Metall statt aus Holz ist sinnvoll, da sich in Holzritzen kaum Staub absetzt. Nach etwa acht Jahren sollte eine Matratze ausgetauscht werden, auch wenn sie äußerlich noch intakt wirkt.
Bettwäsche aus Baumwolle oder Mikrofaser lässt sich problemlos bei 60 Grad waschen und im Trockner behandeln. Daunen und Wolle sind dagegen kritisch, weil sie Feuchtigkeit speichern und Milben anziehen. Encasings, also milbenundurchlässige Bezüge, schützen Matratze und Kissen zusätzlich. Kissen und Decken gehören mindestens viermal im Jahr in die Waschmaschine, Bettlaken wöchentlich. Wer empfindlich auf Waschmittel reagiert, greift zu parfümfreien Produkten.
Zur Reinigung gehört mehr als Staubsaugen. Böden sollten feucht gewischt werden, damit aufgewirbelter Staub nicht sofort wieder in die Atemluft gelangt. Vorhänge, Teppiche und Polstermöbel sind Staubfänger und haben im Allergiker-Schlafzimmer nichts verloren. Lüften Sie täglich mehrmals kurz und kräftig, am besten morgens nach dem Aufstehen, damit die Feuchtigkeit entweicht. Die Luftfeuchtigkeit sollte dauerhaft zwischen 40 und 50 Prozent liegen; ein Hygrometer hilft bei der Kontrolle. Wer diese Punkte konsequent umsetzt, schläft spürbar ruhiger.